UK CPI erreicht 3,4%: Kernstabilität trotz volatiler Headlines

Die Headline-Inflation im Vereinigten Königreich stieg im Dezember 2025 auf 3,4 %, während stabile Kernzahlen von 3,2 % die Disinflationserzählung der Bank of England intakt halten.
Der Verbraucherpreisindex (CPI) des Vereinigten Königreichs stieg im Dezember 2025 im Jahresvergleich auf 3,4 % und übertraf damit den vorherigen Wert von 3,2 %, während die Kerninflation unverändert bei 3,2 % blieb. Diese Diskrepanz verdeutlicht einen entscheidenden Unterschied für Forex-Trader: Die Headline-Volatilität verdeckt oft die zugrunde liegende Stabilität des heimischen Trends.
Headline vs. Kern: Signal vom Rauschen trennen
Im aktuellen makroökonomischen Umfeld bewegen Schlagzeilen die Märkte, doch die Kernrate bestimmt die Beständigkeit des Preisdrucks. Da die Kerninflation stabil bei 3,2 % bleibt, ist der jüngste Anstieg der Headline-Zahl wahrscheinlich auf saisonale Volatilität oder kategorienbezogene Schwankungen zurückzuführen und nicht auf ein breit angelegtes Inflationswiederaufleben.
Für Marktteilnehmer bedeutet dies, dass, obwohl die „optische“ Inflationsrate steigt, die strukturellen Inflationstreiber nicht unbedingt schneller werden. Dieses Muster ist eher charakteristisch für einen volatilen Monat als für eine grundlegende Verschiebung der wirtschaftlichen Entwicklung des Vereinigten Königreichs.
Implikationen für die Politik der Bank of England
Die Bank of England (BoE) konzentriert sich weiterhin stark auf die im Inland erzeugte Inflation und den Preisdruck im Dienstleistungssektor. Obwohl ein einzelner Datenpunkt selten eine vollständige Änderung der Geldpolitik diktiert, führt dieser jüngste Bericht eine zusätzliche Komplexität für das geldpolitische Komitee (MPC) ein.
Der Anstieg des Headline-CPI könnte den Zeitpunkt der erwarteten Zinssenkungen verzögern, wenn er Unsicherheit bezüglich der Dienstleistungsinflation schafft. Der Lockerungspfad der BoE für 2026 bleibt auf dem Tisch, wird aber zunehmend von der Bestätigung durch nachfolgende Datenveröffentlichungen abhängig.
Wichtige Metriken zur Beobachtung
- Dienstleistungsinflation und Lohnwachstum: Diese bleiben die Knackpunkte für die langfristigen Ziele der BoE.
- Inflationserwartungen: Ob Verbraucher und Unternehmen mittelfristig mit höheren Preisen rechnen.
- Folgedaten: Überprüfung in den Januar-Daten, ob der Dezember-Anstieg eine Anomalie war.
Marktausblick
Die grundlegende Disinflationsgeschichte bleibt trotz der komplizierten Botschaften der Headline-Volatilität bestehen. Sterling-Trader sollten die Gilt-Renditen und Kommentare der BoE genau beobachten, um zu beurteilen, wie die Zentralbank diese divergierenden Zahlen bewertet.
Weiterführende Lektüre: FX-Divergenz 2026: UK CPI steigt, während Fed- und SARB-Pfade divergieren und UK-Inflation erreicht 3,4%: BoE steht vor "letzter Meile" der Disinflationshürden.
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