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MOEX Russland Analyse: Index rutscht ab, Zollrisikoprämie steigt

Elena PetrovaJan 20, 2026, 21:14 UTCUpdated Feb 1, 2026, 22:24 UTC3 min read
MOEX-Uhr zeigt steigendes Zollrisiko für russischen Index.

Der MOEX Russia Index steht unter Abwärtsdruck, da die zunehmende Unsicherheit in der Handelspolitik und eine höhere geopolitische Risikoprämie eine globale Verschiebung hin zu sicheren Häfen…

Der MOEX Russia Index gab während der Sitzung vom 20. Januar nach, da die globalen Märkte mit einer sich intensivierenden Zollrisikoprämie und einer anhaltenden Nachfrage nach Volatilität zu kämpfen hatten. Inmitten neuer handelspolitischer Rhetorik und eines Anstiegs defensiver Positionierungen folgte der russische Leitindex der breiteren Risikoaversionsverbreitung, die bei europäischen und US-amerikanischen Aktien zu beobachten war.

Markttreiber: Geopolitik und Politikrisiko

Der Hauptkatalysator für die aktuelle Marktabwertung ist eine sich ausweitende Streuung der handelspolitischen Ergebnisse. Eine neue Zollrhetorik, insbesondere im Zusammenhang mit sich entwickelnden Grönland-bezogenen Streitigkeiten, hat eine Neubepreisung der Risikoprämien weltweit erzwungen. Dieses Umfeld hat eine deutliche Cross-Asset-Signatur gezeigt: Die Zinsen am langen Ende der Kurve blieben fest, während Vermögenswerte mit langer Duration verkauft wurden.

In diesem Regime verhalten sich Aktienindizes zunehmend wie Volatilitätsprodukte. Höhere Unsicherheit bezüglich der Signalisierung von Vergeltungsmaßnahmen hat die Diskontsätze erhöht, was das Kaufverhalten bei Kursrückgängen sehr diszipliniert hält. Für einen tieferen Einblick, wie diese Themen regionale Pendants beeinflussen, lesen Sie unsere frühere MOEX-Analyse und das DE40-Zollrisiko-Update.

Sitzungsauswertung: Übertragung von Risikoaversion

  • Londoner Sitzung: Europa eröffnete mit einer defensiven Stimmung, da die Risikoprämien schnell anstiegen. Zyklische Werte führten die Abwärtsbewegung an, wobei Erholungen konsequent verkauft wurden.
  • New Yorker Eröffnung: Die Kassamarkteröffnung in den USA bestätigte das Risikoaversionsregime. Die implizite Volatilität blieb hoch, und die Indizes hatten Mühe, intrakatale Erholungen aufrechtzuerhalten.

MOEX Read-Through und taktische Niveaus

Die Mikrostruktur des MOEX-Index zeigte den ganzen Tag über eine hohe Empfindlichkeit gegenüber den Strömen. Frühe Verkäufe führten zu einem Tief von 2.727,65, und obwohl die Energiepreise (WTI +0,8 %) einen marginalen Puffer boten, reichten sie nicht aus, um den makroökonomischen Risikoimpuls auszugleichen. Die russland-spezifische Risikoprämie blieb eingedämmt, aber sensibel gegenüber der breiteren globalen Stimmungsverschiebung.

Wichtige technische Niveaus zum Beobachten

  • Unterstützung: 2.727,65 (Tagestief) gefolgt vom psychologischen Pivot bei 2.730.
  • Widerstand: 2.746,26 (Tageshoch) und die Marke von 2.740.
  • Regimemarker: Ein nachhaltiger Anstieg über 2.740 würde eine Volatilitätskompression signalisieren, während ein Bruch unter 2.730 Linksrisiken aktiv hält.

Da die Handelspolitik ein Katalysator für Angebotsschocks bleibt, sollten Anleger die Auswirkungen von Zöllen auf die Inflation beobachten, um langfristige Reaktionen der Zentralbanken abzuschätzen.

Cross-Asset-Dynamik: Outperformance sicherer Häfen

Der Beweis für die „Glaubwürdigkeitsprämie" war am deutlichsten im Edelmetallsektor zu sehen. Sowohl Gold (+3,56 %) als auch Silber (+6,32 %) verzeichneten eine intensive Nachfrage nach sicheren Häfen und übertrafen die Erwartungen, da der USD-Proxy nachgab. Dies deutet darauf hin, dass die Marktteilnehmer kurzfristig der Absicherung geopolitischer Risiken Vorrang vor Zinsdifferenzen einräumen.

Weitere Informationen zu den makroökonomischen Hintergründen dieser Bewegungen finden Sie in unserer Analyse zu Feiertagsliquiditätsrisiken und wie diese Preissignale verzerren können.

Ausblick: Szenarien für die nächsten 24 Stunden

Das Basisszenario (55 % Wahrscheinlichkeit) deutet darauf hin, dass die Risikoprämien erhöht bleiben werden, wodurch die Preisbildung handelsspannend bleibt. Bis neue Schlagzeilen zur Deeskalation auftauchen, dürften Erholungen an etablierten Widerstandsniveaus verpuffen. Eine Fortsetzung der Risikoaversion (20 % Wahrscheinlichkeit) würde durch erneute Vergeltungssignale ausgelöst, was den Index möglicherweise durch das Unterstützungsniveau von 2.727,65 treiben könnte.

Anleger sollten eine strikte „Sell-the-Rip“-Disziplin beibehalten und die Tageshochs und -tiefs als taktische Anker verwenden, bis eine klare Richtungsbestimmung durch neue Politikdaten bestätigt wird.


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