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Japans VPI-Wachstum verlangsamt sich auf 2,4 %; Kerninflation bleibt hartnäckig

Robert MillerJan 24, 2026, 14:52 UTCUpdated Feb 1, 2026, 22:24 UTC3 min read
Tokio Kreuzung: Japans VPI Dez. 2,4%, Kerninflation bleibt hartnäckig

Japans Kerninflation kühlte sich im Dezember auf 2,4 % ab, doch die zugrunde liegenden Preisdrücke bleiben bei 2,9 % bestehen, was den Normalisierungspfad der Bank of Japan im Spiel hält.

Japans Inflationsdaten vom Dezember zeichnen ein differenziertes Bild der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt. Während die Kerninflation deutlich auf 2,4 % zurückging, blieb das zugrunde liegende Maß ohne Frischwaren und Treibstoff hartnäckig nahe der 3 %-Marke, was die Argumente für eine schrittweise Lockerung der Geldpolitik untermauert.

Interpretation der VPI-Daten vom Dezember

Die Verlangsamung der japanischen Verbraucherpreise spiegelt weitgehend die Basiseffekte bei Energie nach dem Auslaufen verschiedener Treibstoffsubventionen wider. Der zugrunde liegende Trend bleibt jedoch wesentlich widerstandsfähiger, als die Schlagzeilenzahlen vermuten lassen.

  • Kernverbraucherpreisindex (ohne Frischwaren): Fiel im Dezember auf 2,4 % gegenüber dem Vorjahr, nach 3,0 % im November.
  • Zugrunde liegender Index (ohne Frischwaren und Treibstoff): Bei 2,9 % gegenüber dem Vorjahr, blieb nahezu unverändert gegenüber den 3,0 % des Vormonats.

Das BoJ-Politikdilemma

Für die Bank of Japan (BoJ) ist eine energiebefreite Disinflation nicht gleichbedeutend mit einer breit angelegten Disinflation. Die Persistenz des zugrunde liegenden Maßes deutet darauf hin, dass die Lohnentwicklung und die Weitergabe der historischen Währungsschwäche weiterhin die inländischen Preisdrücke anheizen. Dies hält das Narrativ für eine mögliche Trendwende in der Politik aufrecht, obwohl der Zeitpunkt streng datenabhängig bleibt.

Marktauswirkungen und Übertragungswege

Kleine Verschiebungen im erwarteten Zeitpunkt der BoJ-Normalisierung können erhebliche Volatilität bei den Renditen japanischer Staatsanleihen (JGB) und den Absicherungskosten auslösen. Dies verändert die Bewertung des Yen gegenüber dem Dollar und dem Euro durch sich ausweitende oder verengende Zinsdifferenzen.

Auf dem aktuellen Niveau wartet der Markt auf Bestätigung von den Frühjahrslöhneverhandlungen und den Dienstleistungspreisen, um zu beurteilen, ob diese Inflation wirklich nachhaltig ist. In der Praxis ist der schnellste Kanal dieser Daten in die Vermögenspreise der kurzfristige Zinskomplex. Wenn die Daten weiterhin die Vorstellung eines längeren Haltezeitraums in Frage stellen, bewegen sich typischerweise zuerst die kurzfristigen Renditen, gefolgt von einer reagierenden Bewegung des JPY.

Strategischer Ausblick: Was als Nächstes zu beobachten ist

Ein einzelner Datenpunkt allein verändert selten das Makro-Regime. Um eine Trendwende beim Yen zu erhalten, müssen kommende Veröffentlichungen die Zusammensetzung von Wachstum und Preissetzungsmacht bestätigen. Händler sollten sich auf Folgendes konzentrieren:

  • Löhneverhandlungen: Entscheidend für die Bestätigung des „virtuosen Kreislaufs“ zwischen Löhnen und Preisen.
  • BoJ-Kommunikation: Ob die politischen Entscheidungsträger die Abkühlung der Schlagzeilen oder die zugrunde liegende Persistenz betonen.
  • Dienstleistungsinflation: Eine wichtige defensive Kennzahl gegen energiebedingte Volatilität.

Wie in unserer jüngsten Analyse der japanischen Kerninflation festgestellt, verlagert sich der Fokus nun von den kostenverursachenden Faktoren auf die nachfragebedingte Dynamik. Hochwertige Gelegenheiten ergeben sich oft nach dem anfänglichen Marktimpuls – wenn Erwartungen neu bewertet werden und auf ein Niveau zurückkehren, das dem breiteren Makrotrend entspricht.


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