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Europas Inflationsausblick: Handelsschocks und Angebotsrisiken

Michel FontaineJan 20, 2026, 21:12 UTCUpdated Feb 1, 2026, 22:24 UTC3 min read
Europa Inflation: Handelsrisiken, Angebotsschocks, Verteilung

Während die europäische Inflation Zielniveaus erreicht, drohen Handelsschocks und Lieferkettenrisiken, Volatilität zurückzubringen und EZB-Politikkompromisse zu erschweren.

Das Inflationsprofil Europas hat sich erheblich verbessert, wobei die Kernraten nun nahe den Zielwerten der Zentralbanken liegen. Während diese Übereinstimmung zunächst eine Phase der politischen Stabilität suggeriert, bleibt die Verteilung potenzieller wirtschaftlicher Ergebnisse historisch breit. Handelskonflikte und wiederkehrende Angebotsschocks drohen, die gütergetriebene Inflation wieder einzuführen und gleichzeitig Abwärtsdruck auf das regionale Wachstum auszuüben.

Warum die Ergebnisverteilung wichtig ist

Finanzmärkte zeigen typischerweise Widerstandsfähigkeit in Umgebungen, die durch stabile Inflation und moderates Wachstum gekennzeichnet sind. Wenn jedoch Inflations- und Wachstumsrisiken gleichzeitig ansteigen, steigt die Volatilität. In solchen Szenarien stehen die Zentralbanken vor zunehmend schwierigen politischen Kompromissen:

  • Angebotsgetriebene Inflation: Steigen die Preise aufgrund externer Angebotsschocks, wird eine weitere geldpolitische Lockerung zu einer Strategie mit hohem Risiko, die Erwartungen entankern könnte.
  • Unsicherheitsbedingter Wachstumsrückgang: Schwächen sich das Geschäftsvertrauen und das Wachstum aufgrund geopolitischer oder handelsbezogener Unsicherheiten ab, birgt die Beibehaltung einer straffen Politik das Risiko, einen rezessiven Trend zu vertiefen.

Handelskonflikte als strukturelles Regime-Risiko

Die Einführung von Zöllen und breiteren Handelsschranken stellt eine signifikante Verschiebung im makroökonomischen Regime für die Eurozone dar. Diese Faktoren können als Katalysator für mehrere disruptive Trends wirken:

  • Direkte Erhöhung der Warenpreise durch gestiegene Importkosten.
  • Störung etablierter globaler Lieferketten, was zu lokalen Engpässen führt.
  • Reduzierung des gesamten Handelsvolumens und der exportorientierten Einnahmen.
  • Belastung des Geschäftsvertrauens und Hemmung der Kapitalausgaben (Capex).

Diese gefährliche Mischung kann „Stagflationsangst“-Episoden auslösen, bei denen Marktteilnehmer höhere Risikoprämien einpreisen, selbst wenn die zugrunde liegenden Wirtschaftsdaten oberflächlich günstig bleiben.

Schlüsselindikatoren für den Ausblick 2026

Um dieses fragile Regime zu navigieren, sollten Händler und Investoren spezifische Transmissionskanäle überwachen, die die nächste Phase der europäischen Volatilität bestimmen werden:

  • Dienstleistungsinflation und Lohnwachstum: Diese bleiben die primären Treiber der Kerninflation.
  • PMIs und Investitionsindikatoren: Ein entscheidendes Frühwarnsystem für den Kanal Wachstum zu Unsicherheit.
  • Energiepreise: Die klassische Variable für Angebotsschocks, die weiterhin sehr empfindlich auf geopolitische Entwicklungen reagiert.
  • Politische Umsetzung: Der Marktfokus verschiebt sich von der Rhetorik der Zentralbanken zu konkreten legislativen und fiskalischen Maßnahmen.

Die Basis für die europäische Wirtschaft ist derzeit stabil, aber das zugrunde liegende Regime ist unbestreitbar fragil. In einer Welt, in der die Inflation nahe dem Ziel liegt, wird letztendlich die Verteilung der Schocks – von Handel über Energie bis hin zur institutionellen Glaubwürdigkeit – die Richtung der Risikoprämien bestimmen.

Für einen tieferen Einblick, wie Handelspolitiken als angebotsseitige Schocks wirken, siehe unsere Analyse zu Handelspolitische Unsicherheit. Zudem ist das Verständnis des Gleichgewichts zwischen Disinflation und Handelsrisiko entscheidend, wie in unserem Hinweis zur Überschneidung von Europas Inflationsausblick und handelspolitischem Risiko erörtert.


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