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PMI-Preisbestandteile steigen: Warum starkes Wachstum auf hawkishe Wende hindeutet

Megan WalkerJan 23, 2026, 12:54 UTCUpdated Feb 1, 2026, 22:24 UTC3 min read
Stock market chart showing upward trend in price indicators

Eine Straffung der PMI-Preisbestandteile in ganz Europa deutet auf eine hartnäckige Dienstleistungsinflation hin, was die Erzählung der „einfachen Zinssenkungen“ für Zentralbanken erschwert.

Der globale Indikatorkomplex hat den Marktfokus zurück auf die Kernfundamentaldaten verlagert: Aktivität, Preissetzungsmacht und Arbeitsmarktbedingungen. Die heutigen PMI-Daten deuten darauf hin, dass, während das Gesamtwachstum stabil bleibt, die zugrunde liegenden Preisbestandteile eine hawkishe Warnung für die Zentralbanken aussenden.

Verfestigung der Preisbestandteile erschwert Lockerungsnarrative

Wichtige Datenveröffentlichungen aus ganz Europa zeigen eine bemerkenswerte Verfestigung der PMI-Preisbestandteile, insbesondere bei den Input- und Outputpreisen. Während die Geschäftstätigkeit in den meisten Regionen über der kritischen Expansionsschwelle von 50,0 blieb, erzählen die Interna eine komplexere Geschichte. Dienstleistungen bleiben der Hauptkanal für die Inflationspersistenz aufgrund der hohen Lohnsensitivität, selbst wenn die Beschäftigungssignale in bestimmten Produktionszentren zu schwächeln begannen.

Das Signal vs. Das Rauschen

Die Signalqualität liegt derzeit in den Interna – Preisen, Auftragseingängen und Beschäftigung – und nicht im Schlagzeilendruck. Preisbestandteile in Unternehmensumfragen sind kein direktes Maß für den VPI, dienen aber als Frühindikator für das Preisverhalten der Unternehmen. Ein gleichzeitiger Anstieg der Input- und Verkaufspreise deutet darauf hin, dass die Kostenweitergabe aktiv ist, was die Markterwartungen an aggressive Zinssenkungen direkt in Frage stellt.

Dies führt zu einem klassischen Spätzyklus-Kompromiss: Die Wirtschaftstätigkeit bleibt stabil, aber der Preisdruck kehrt zurück. Ein solches Regime hält die Realrenditen typischerweise erhöht und macht Risikoanlagen erheblich anfälliger für inkrementelle Datenüberraschungen.

Das Politikdilemma: Schwache Nachfrage vs. Hohe Kosten

Das unangenehmste Szenario für die globalen Märkte ist eine „schwache Nachfrage gepaart mit hohen Kosten“. In diesem Umfeld können Zentralbanken nicht aggressiv mit Liquidität oder Zinssenkungen reagieren, ohne ihre langfristige Glaubwürdigkeit zu riskieren. Infolgedessen nimmt die Marktvolatilität häufig zu, da sich die Verteilungen für politische Ergebnisse erweitern.

Cross-Asset-Übertragung

  • Kurzfristige Zinsen: Dies bleibt der primäre Kanal für die Marktanpassung. Je hartnäckiger die Inflationsproxys, desto bedingter wird der Lockerungspfad.
  • Devisen: Die Devisenmärkte werden zunehmend von relativen politischen Preisen und Renditedifferenzen angetrieben.
  • Aktien: Wir erwarten eine fortgesetzte Rotation hin zu Qualitäts- und defensiven Sektoren, wenn höhere Realrenditen anhalten.

Was als Nächstes zu beachten ist

Trader sollten den Lohn- und Preisindikatoren im Dienstleistungssektor Priorität einräumen. Wir suchen insbesondere nach einer Bestätigung der Abschwächung des Arbeitsmarktes, um die in den heutigen Daten festgestellte Kostenpersistenz auszugleichen. Darüber hinaus werden neue Aufträge und Exportzahlen die notwendigen vorausschauenden Nachfragesignale liefern, um zu validieren, ob dieses „stabile Wachstum“ aufrechterhalten werden kann.

Für eine detailliertere Analyse dieser Trends lesen Sie unsere Berichterstattung über die Beschleunigung des Eurozonen Flash PMI und die jüngsten deutschen PMI-Wachstumssignale.

Fazit

Das Makroregime ist nun fest „konditioniert“. Da die Wirtschaftstätigkeit nicht zusammenbricht, können sich die Zentralbanken Geduld leisten. Da der Preisdruck jedoch nicht eindeutig nachlässt, bleibt das Risiko zugunsten einer „höher für länger“-Haltung, die Risikoprämien auf jede inkrementelle Datenveröffentlichung empfindlich reagieren lässt.


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