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USD/JPY: JPY-Volatilität trifft steigende globale Renditen

Brigitte SchneiderJan 20, 2026, 21:41 UTCUpdated Feb 1, 2026, 22:24 UTC3 min read
Goldmünze auf Stoff zeigt JPY-Volatilität, steigende globale Renditen bei USD/JPY.

USD/JPY steigt auf 158,60, da steigende US-Renditen auf intensive Politikrisiko-Absicherungen und die Nachfrage nach dem sicheren Hafen JPY treffen.

Das USD/JPY-Paar navigierte während der Sitzung vom 20. Januar durch ein komplexes Liquiditätsumfeld, da die Wiederaufnahme der US-Barmärkte nach den Feiertagen eine scharfe Neubewertung der politischen Risiken auslöste. Während die nominalen US-Renditen stiegen – wobei die 10-jährige Staatsanleihe auf 4,27 % zulegte – wurde der traditionelle „Carry Trade“ häufig durch aggressive Risikoabsicherungen in japanischen Yen und Schweizer Franken ausgeglichen.

Makro-Treiber: Politikrisiko vs. Renditedifferenzen

Die primäre Erzählung, die die heutige Kursentwicklung bestimmte, war ein Tauziehen zwischen festen US-Zinsen und aufkommender Unsicherheit in der Handelspolitik. Typischerweise würden höhere Nominalrenditen (2J bei 3,946 %) einen klaren Rückenwind für USD/JPY bedeuten; jedoch begrenzte die anhaltende „Politikrisikoprämie“ im G10-Devisenhandel die Aufwärtsdynamik des Paares. Der Markt bleibt in einer defensiven Haltung und bevorzugt Liquidität und etablierte Absicherungen gegenüber einer High-Beta-Exposition.

Sitzung für Sitzung Analyse

  • Londoner Vormittag: Britische Arbeitsmarktdaten sorgten für Volatilität bei GBP-Kreuzpaaren, während der USD generell angeboten wurde. Die Nachfrage nach sicheren Häfen war besonders bei CHF/JPY- und EUR/JPY-Flüssen sichtbar, als europäische Aktien Vorsicht signalisierten.
  • New Yorker Eröffnung: Als die US-Teilnehmer zurückkehrten, intensivierte sich die marktübergreifende Absicherung. Aktienschwäche (mit S&P-Futures um ca. 1,0 % im Minus) verstärkte eine defensive Haltung und hielt den DXY-Proxy in der Nähe von 98,3300.

Technische Analyse: USD/JPY Schlüsselindikatoren

USD/JPY schloss die Sitzung bei 158,22, geringfügig höher als der Eröffnungskurs von 158,17. Das Intraday-Band deutet auf ein Regime hin, in dem der USD-Teil zuerst neu bewertet wird, wobei relative Zinssätze eher als sekundärer Filter denn als primärer Treiber fungieren.

  • Widerstand: 158,60 (Intraday-Höchststand)
  • Pivot/Mittelwert: 158,10
  • Unterstützung: 157,48 (Intraday-Tiefststand)

Das Niveau von 157,48 stellt einen kritischen Abwärts-Wendepunkt dar. Ein nachhaltiger Anstieg über den Widerstand von 158,60 würde eine Fortsetzung des Aufwärtstrends bestätigen, während ein Scheitern, den psychologischen Pivot von 158,10 zu halten, eine Rückkehr zum Mittelwert in Richtung des Bereichs von 157,20 signalisieren würde.

Cross-Asset-Übertragung und Zinsen

Die US-Zinsen blieben über die gesamte Kurve hinweg stabil, doch anstatt den Greenback zu stützen, fungierten sie als Verstärker der Marktvolatilität. Obwohl die 10-jährige JGB-Rendite bei etwa 2,163 % lag und die Renditespanne somit breit blieb, begünstigte der „Risk-off“-Unterton der Sitzung den Yen auf Flussbasis. Diese Divergenz deutet darauf hin, dass Zinsdifferenzen möglicherweise eine nachrangige Überlegung bleiben, bis die Schlagzeilen zur Handelspolitik stabiler werden.

Für einen tieferen Einblick in ähnliche Volatilitätsmuster in der Region siehe unsere Analyse zur AUD/JPY-Renditevolatilität und zu den EUR/JPY-Widerstandsniveaus.

Strategische Aussichten und Szenarien

Basisszenario (60 % Wahrscheinlichkeit)

Ohne einen größeren Datenschock wird USD/JPY voraussichtlich weiterhin schlagzeilenempfindlich und bandbreitenbegrenzt bleiben. Marktteilnehmer werden wahrscheinlich weiterhin politische Risiken durch Positionsanpassungen absichern, anstatt einen direktionale Trend zu verfolgen. Ein Durchbruch des Korridors von 158.60-157.48 ist für eine überzeugte Bewegung erforderlich.

Alternatives Bären-Szenario (20 % Wahrscheinlichkeit)

Sollte sich die handelspolitische Rhetorik weiter verschärfen, dürften defensive Währungen wie JPY und CHF überdurchschnittlich abschneiden. In diesem Szenario könnte USD/JPY rapide in Richtung 157,20 rotieren, da der Safe-Haven-Komplex globale Risikoströme aufnimmt.

Was als Nächstes zu beobachten ist

Zu den unmittelbar bevorstehenden wichtigen Wirtschaftsindikatoren gehören die US-Baugenehmigungen und Wohnbaubeginne. Informationen darüber, wie diese Datenpunkte die breitere Dollar-Stimmung beeinflussen, finden Sie im Bericht US Housing Starts Policy Transmission.


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