US-Geschäftsaktivität signalisiert hartnäckige Inflationsrisiken | 31. Jan 2026

Eine Analyse der US-Geschäftsumfrage vom Januar zeigt stabiles Wachstum bei anhaltendem Preisdruck, was das Narrativ der Fed von einer „sanften Landung“ in Frage stellt.
Eine kritische Lektüre für die globalen Märkte Ende Januar dreht sich um die Frage, ob sich die Wirtschaft der Vereinigten Staaten „sauber“ verlangsamt oder ob der Preisdruck hartnäckig genug bleibt, um eine länger anhaltende restriktive Politik zu erzwingen. Die jüngste Umfrage im Privatsektor vom Januar 2026 deutet auf Letzteres hin und hebt eine widerstandsfähige Expansion hervor, die von einer unangenehmen Beschleunigung der Inputkosten begleitet wird.
Wachstumswiderstandsfähigkeit vs. Inflationsdynamik
Die Januar-Umfragedaten bieten eine nuancierte Lesart des aktuellen Wirtschaftsregimes. Während die Geschäftsleistung im Expansionsbereich verblieb, liegt die eigentliche Geschichte in den Preiskomponenten. Die Inputkosteninflation beschleunigte sich auf eine der stärksten Raten seit Mitte 2022, angetrieben durch eine Kombination aus Arbeitskosten, Rohstoffen und zollbedingten Auswirkungen. Dies schafft ein Umfeld von „Wachstum okay, Inflation hartnäckig“, das das vordere Ende der Kurve hochsensibel hält.
Für diejenigen, die den DXY-Preis live verfolgen, deuten diese Daten auf einen Boden für den Greenback hin, da die Aussicht auf tiefe Zinssenkungen schwindet. Historisch gesehen, wenn die US-Wirtschaft dieses Maß an Stabilität zeigt, spiegelt der USD in Echtzeit eine Erwartung „höherer Zinsen für länger“ wider, insbesondere im Vergleich zu Pendants in der Eurozone oder Japan. Dieses Gefühl spiegelt sich in unserer jüngsten Analyse des BIP der Eurozone wider, die ebenfalls eine unerwartete Widerstandsfähigkeit zeigte.
Wichtige Signale der Januar-Umfrage
- Aktivität: Die Gesamtleistung blieb im Vergleich zu Ende 2025 stabil, was auf keinen unmittelbaren Nachfrageeinbruch hindeutet.
- Preise: Die Inputkosten stiegen stark an, insbesondere im Dienstleistungssektor, der weiterhin das Dreh- und Angelpunkt der US-Wirtschaft ist.
- Marktinterpretation: Die anhaltende Dienstleistungsinflation hält die Lohndynamik stabil, auch wenn die Güterinflation schwankt.
Übertragung auf Zinsen und FX
Der Übertragungsmechanismus für diese Daten ist klar. Hartnäckige Preissignale tendieren dazu, das kurze Ende der Zinskurve anzuheben. Trader, die den DXY-Live-Kurs beobachten, sollten beachten, dass kurzfristige Inflationsüberraschungen derzeit langfristige Wachstumsbedenken überwiegen. Dies führt oft zu einer Stärkung des US-Dollars, da sich die Zinsunterschiede zwischen der Fed und anderen Zentralbanken vergrößern.
Die Volatilität dieser Makroindikatoren wirkt sich oft auf breitere Vermögenswerte aus. So reagiert der XAUUSD-Preis live oft invers auf diese Spikes bei den Realzinsen. Wie der XAUUSD-Chart live zeigt, hat Gold typischerweise Schwierigkeiten, an Dynamik zu gewinnen, wenn die Fed als „mehr Arbeit“ im Kampf gegen die Inflation wahrgenommen wird. Anleger, die den XAUUSD-Live-Chart verfolgen, sollten die 5.000er-Marke genau im Auge behalten, falls die Renditen weiter steigen sollten. Eine tiefere Betrachtung spezifischer Niveaus finden Sie in unserer Gold-Support-Analyse.
Handel am Makro-Scheideweg
Betrachten Sie diese Umfrage als „Setup“-Indikator für die bevorstehenden hochwirksamen Datenveröffentlichungen in den kommenden Wochen. Sollten die anstehenden Kerninflationsdaten diesen Preisdruck bestätigen, wird der Markt wahrscheinlich zu einer restriktiveren Rechtfertigung übergehen. Umgekehrt, wenn die Aktivität stabil ist, aber die Inflation abkühlt, wird das Narrativ der „sanften Landung“ erheblich an Zugkraft gewinnen.
Derzeit spiegelt der XAUUSD-Echtzeitmarkt diese Unsicherheit wider. Während die Muster im Gold-Live-Chart eine gewisse Konsolidierung andeuten, bleibt der Goldpreis empfindlich gegenüber jeder Verschiebung des XAUUSD-Live-Kurses. Ebenso sind der Gold-Chart und die Gold-Live-Stimmung derzeit zwischen einem technischen Rückzug und dem fundamentalen Bedarf nach einem Inflationsschutz gefangen.
Watchlist und Szenarien
In den nächsten zwei Wochen konzentriert sich der Fokus auf die Kern-VPI und die Konsumausgaben. Unser Basisszenario (60 % Wahrscheinlichkeit) bleibt, dass die Aktivität stabil bleibt, mit einem sehr allmählichen, wenn auch ungleichmäßigen, Disinflationprozess. Dies deutet darauf hin, dass die Märkte in einer Spanne verharren werden, bis klarere Daten vorliegen. Das Abwärtsrisiko (20 %) einer hartnäckigen Inflation, die eine straffere Haltung erzwingt, würde jedoch wahrscheinlich dazu führen, dass der USD steigt, während risikoreiche Vermögenswerte und Gold unter dem Druck höherer Zinsen wanken.
Verwandte Lektüre:
- BIP der Eurozone übertrifft Erwartungen: Wachstum im 4. Quartal erreicht 0,3 %
- Goldpreis-Rückgang: Handel am 5.042 Unterstützungsniveau
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