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IBOVESPA Analyse: Konstruktives Regime bei 35.90 Pivot getestet

Klaus SchmidtJan 22, 2026, 19:25 UTCUpdated Feb 1, 2026, 22:24 UTC3 min read
Graues Wall Street Schild, IBOVESPA 35.90 Pivot Test

Der IBOVESPA tritt in eine konstruktive Phase ein, da die Stärke der Metalle und ein weicherer USD Rückenwind bieten. Der Index benötigt jedoch die Unterstützung bei 35.

Der IBOVESPA (nachvollzogen über den EWZ-Proxy) zeigte während der Sitzung vom 22. Januar ein widerstandsfähiges, konstruktives Regime und schloss bei 35.99 (+2.77%), da die Marktteilnehmer ein komplexes Cross-Asset-Umfeld bewältigten, das durch Rohstoffstärke und eine Abschwächung des USD gekennzeichnet war.

Technisches Umfeld: Wichtige Niveaus im Blick

Die technische Karte für den IBOVESPA zeigt einen Markt, der von Fluss- und Liquiditätsfenstern angetrieben wird. Damit das Regime konstruktiv bleibt, muss der Index seine unmittelbaren strukturellen Pivots verteidigen.

  • Primäre Unterstützung: 35.90 (unmittelbarer Pivot), gefolgt vom Sitzungstief von 35.08.
  • Wichtiger Widerstand: 36.18 (Sitzungshoch) und der Ausbruchstrigger bei 36.23.
  • Invalidierungszonen: Ein nachhaltiger Handel über 36.23 oder unter 35.03 deutet auf einen Regimewechsel hin.

Die praktische Regel für die aktuelle Sitzung bleibt diszipliniert: Priorisieren Sie Long-Einstiege bei Rücksetzern nur, solange der Kurs über dem 35.90-Pivot bleibt, während Rallyes unter diesem Niveau mit Vorsicht zu behandeln sind.

Cross-Asset-Transmission und Faktoren-Bias

Die Bewegung vom 22. Januar zeigte keine „Panik“-Signatur, was auf eine eher kalkulierte Akkumulation von Risiken hindeutet. Ein signifikanter Rückenwind kam von einem weicher werdenden US-Dollar (UUP -0.48%), der historisch gesehen Nicht-US-Risikoaktiva unterstützt. Darüber hinaus deutet das massive Gebot bei Metallen (GLD +1.82%, SLV +3.83%) darauf hin, dass die Risikobereitschaft zwar zunimmt, jedoch eine Restnachfrage nach Absicherungen weiterhin ein Faktor bleibt.

Wie in unserem früheren Artikel erwähnt, navigiert der Index weiterhin in einem Umfeld, in dem sich innenpolitische Unsicherheiten mit globalen Liquiditätsverschiebungen treffen. Das aktuelle Gebot bei langlaufenden Anlagen (TLT +0.48%) hat dazu beigetragen, den Druck auf den Abzinsungssatz einzudämmen, obwohl niedrigere Energiepreise (USO -2.32%) weiterhin einen messbaren Bremsfaktor für den rohstofflastigen brasilianischen Korb darstellen.

Sitzungsverlauf und Marktpfade

Die Qualität der Kursentwicklung verbesserte sich deutlich, als der Londoner Vormittag in die New Yorker Eröffnung überging. Mit zunehmender Liquidität sanken die Spread-Kosten, was technische Einstiege nahe dem 35.97-Niveau für Intraday-Teilnehmer attraktiver machte.

Probabilistische Szenarien

  • Basisfall (56%): Der Index hält seine Spanne und setzt seinen langsamen Anstieg fort. Dies erfordert, dass die Volatilität unterdrückt bleibt.
  • Aufwärts-Extension (14%): Eine Akzeptanz über 36.18 führt zu einem Test von 36.23. Ein schneller Rückfall unter 36.00 würde diese Bewegung invalidieren.
  • Abwärtskorrektur (30%): Ein klarer Bruch von 35.08 zielt auf das Niveau von 35.03 ab. Eine Rückeroberung von 35.90 wäre das erforderliche Signal für die Bullen, wieder einzusteigen.

Strategische Setups

Für Händler, die den konstruktiven Bias nutzen möchten, werden folgende Setups beobachtet:

  1. Der Pullback Long: Einstieg nahe 35.97 mit einem Stopp bei 35.02, mit dem Ziel einer anfänglichen Bewegung in Richtung 36.07 und 36.23.
  2. Der Ausbruchs-Zukauf: Einstieg bei einer bestätigten Bewegung über 36.19 mit einem Stopp bei 36.10, mit dem Ziel 36.28 bis 36.38.

Vorausschauend sollten Händler weiterhin wachsam bezüglich des „Gap-Risikos“ bei Übergaben zwischen den Sitzungen sein und auf plötzliche Volatilitätsspitzen achten, die den Markt von einem Trendumfeld zurück in ein Seitwärtsregime drehen könnten.


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